Abendliche Flugshow

Wenn sich ein Schwarm Tauben in die Luft erhebt, ist das ziemlich laut. Eine Krähe, die über uns hinweg fliegt, können wir relativ leicht am Geräusch ihrer Schwingen identifizieren. Wenn ich einen Vogel sehe, ohne ihn zu hören, erregt er meine Aufmerksamkeit. Oft ist es ein Falke. Räuber fliegen lautlos.

Die Evolution ist ein permanentes Wettrüsten von Jägern und Gejagten. Will man nicht verhungern, muss man bei der Jagd leise, schnell und wendig sein. Schwalben können in der Luft atemberaubende Haken schlagen, um ihre Beute zu erwischen. Aber ihre Fertigkeiten werden weit übertroffen von dem, was sich an lauen Abenden über unserem Gartenteich abspielt.

Der Teich zieht den ganzen Tag über eine Unzahl von Insekten an. Die einen laichen ab, die anderen steigen auf. In der Nacht ist das nicht anders, und die Fledermäuse der Umgebung wissen das. Ich habe keine Ahnung, welcher Art sie angehören, und ich weiß auch nicht, wo sie hausen. Jeder Versuch, ihnen einen Fledermauskasten zur Verfügung zu stellen, war bislang erfolglos. Vielleicht brauchen sie ja auch eine Höhle oder einen alten Dachstuhl.

Ich weiß nur, was sie machen, wenn die Dämmerung einsetzt. Dann patrouillieren sie durch die Gärten. Sie kommen jeden Abend und fliegen ihre Runde zwischen den Obstbäumen und über dem Teich, um das Nahrungsangebot abzuschätzen. Manchmal sind sie gleich wieder weg. Und manchmal kreisen sie eine halbe Stunde über dem Teich, um die an- und abfliegenden Insekten abzuernten. Wie sie sich dabei durch die Luft bewegen, ist eine bizarre Akrobatik jenseits der physikalischen Grenzen. Sie können Höhe und Richtung beliebig ändern, lassen sich bis auf die Wasseroberfläche hinunter fallen, um im nächsten Moment wieder fast senkrecht nach oben zu steigen. Dabei flattern sie permanent mit den Flügeln, um diese Beweglichkeit zu ermöglichen. Die Gleitflugphasen der Vögel fehlen völlig. Und die Stille ist gespenstisch. Ständig dieses hochfrequente Flügelschlagen und kein einziger Ton.

Aber Moment: Aus dem Physik- und Biologieunterricht wissen wir, dass Fledermäuse sehr wohl Töne erzeugen. Während sie ihre Sonargeräusche ausstoßen, müssen sie sogar kurzfristig ihre eigenen Ohren ausschalten, um nicht selbst taub zu werden. Die Echoortung spielt sich nur in einem Frequenzbereich ab, den wir nicht mehr hören. Aber ist das für ihr Funktionieren zwingend notwendig? – Nein. Auch Menschen können sich mittels Echoortung orientieren, dafür reichen mit der Zunge ausgestoßene Klicklaute. Diese Orientierungstechnik für Blinde wird mittlerweile in vielen Ländern erfolgreich unterrichtet. Der Hochfrequenzbereich kann durchaus Tarnung sein. Schweinswale benützen für ihr Sonar einen Frequenzbereich, der von Killerwalen nicht mehr gehört werden kann. Andernfalls wären sie deren leichte Beute.

Aber wie gut hören Insekten eigentlich? Ist es wirklich von Vorteil, wenn man sie lautlos jagt?

Wenn ich die Kreissäge anwerfe und beobachte, wie eine Hummel daneben ungerührt weiter die Blüten abklappert, würde ich sagen, Insekten sind taub. Tatsächlich kommunizieren viele Arten aber akustisch. Grillenmännchen zirpen sich ihre Partnerinnen über weite Strecken herbei. Also müssen sie auch über geeignete Gehörorgane verfügen. Deren Aufbau ist kompliziert. Im Laufe der Evolution haben die verschiedenen Ordnungen auch unterschiedliche akustische Rezeptoren entwickelt. Die meisten sind auf gewisse Frequenzbereiche spezialisiert. Wahrscheinlich ist es so, dass Grillenweibchen genau jenen Ton hören, den Grillenmännchen ausstoßen. Außerhalb dieses Bereichs sind sie vielleicht taub.

Es gibt übrigens nur eine Insektengruppe, die stumm ist und trotzdem gut hört. Das sind die Nachtfalter. Ihre Gehörorgane sind auf Hochfrequenz ausgelegt und dienen ausschließlich der Feindabwehr. Die Evolution ist ein permanentes Wettrüsten, und wenn die Jäger Ultraschall einsetzen, rüsten einige der Gejagten einfach nach.
Ich sitze am Gartenteich und beobachte, wie die Fledermäuse in völliger Stille Insekten jagen, aber in Wirklichkeit ist das, was ich wahrnehme, nicht das, was sich tatsächlich abspielt. In einer Parallelwelt sind Fledermäuse laut, und das macht sie für einen Teil ihrer Beute wahrnehmbar.

Dass Fledermäuse mit den Ohren sehen, wissen wir seit 1798. Damals hat der Schweizer Forscher Charles Jurine einigen Fledermäusen die Ohren verstopft und beobachtet, dass sie sich anschließend in dunklen Räumen nicht mehr orientieren konnten. Das hat dann 140 Jahre niemanden interessiert. Erst 1938 entwickelte man in Harvard ein Gerät, um die Fledermaustöne hörbar zu machen. Quasi pünktlich zur Eröffnung des zweiten Weltkriegs erfand man das Echolot zur U-Boot-Ortung. Heute werden mit Hilfe von Sonartechnik die Meere leer gefischt und ihr militärischer Einsatz tötet Delfine und Wale. Wie hat schon Heinz Erhardt über die braunsche Erfindung des Fernsehens gesagt: „Wir wär‘n ihm alle sehr verbunden, hätt‘ er was anderes erfunden.“


Literatur:

Carl Safina: Die Intelligenz der Tiere. Wie Tiere fühlen und denken. C.H.Beck: München 2017

die_intelligenz_der_tiereCarl Safinas Buch liefert anhand von Elefanten, Wölfen und Walen eine umfangreiche Darstellung der Gefühls- und Gedankenwelt von Tieren. Es hat dabei nichts gemein mit dem Bauchgefühl, dass der Hund, mit dem wir sprechen, jedes Wort versteht. Carl Safina hat nicht nur den momentanen Stand der wissenschaftlichen Publikationen zum Thema zusammen getragen, er hat auch noch viele Forschende im Feld besucht und ihnen bei der Arbeit zugesehen. Entstanden ist so auch ein Werk über Menschen, die einem den Glauben an die menschliche Intelligenz zurück geben. Ein umfangreiches, überzeugendes und gut recherchiertes Buch.

Im Kapitel über Wale beschreibt Safina auf den Seiten 386ff. die Erforschung des Sonars. Von dort stammen die oben zitierten Fakten und Jahreszahlen.

Die Klettermeister

Libellen verbringen die meiste Zeit ihres Lebens als Larve im Wasser. Die Atmung erfolgt über Kiemen, die sich entweder am Hinterende oder im Enddarm befinden. Bei der letzten Häutung durchlaufen die Tiere eine seltsame Metamorphose. Die Larve klettert aus dem Wasser und aus ihr schlüpft das fertige Insekt, um sich am Ende der Prozedur in die Luft zu erheben. Es ist wie ein seltsamer Triathlon: Schwimmen, Klettern, Fliegen.

Wenn ich daran denke, wie mühsam es oft ist, sich nach längerem Schwimmen aus dem Becken zu hieven, kann ich mir nur schwer vorstellen, wie die Libelle diese Belastung meistert: Zuerst verliert sie den Auftrieb des Wassers, und anschließend überwindet sie auch noch die Schwerkraft und erhebt sich in die Luft. Die Natur hat sie mit drei verschiedenen Fortbewegungsarten ausgestattet, von denen sie eine eigentlich nur kurz vor ihrer letzten Häutung ausübt: Das Klettern über Land.

Dabei entwickeln manche Arten wie die Plattbauchlibelle gerade bei dieser ersten Klettertour einen ungeheuren Eifer. Die leeren Häutungshemden haften oft viele Meter vom Teich entfernt hoch über dem Boden an Gebäudeteilen oder Pflanzen. Die Libelle auf dem folgenden Bild hat einen Weg von mehreren Metern zurück gelegt, um den Platz ihrer Wahl zu finden:

Plattbauch Wanderweg

Warum tut sie sich das an? In dieser Phase ihres Lebens muss sie lernen, die Sauerstoffversorgung von Wasser- auf Landatmung umzustellen. Auch die Häutung erfordert viel Kraft. Also warum dann diese zusätzliche Belastung? Und woher nimmt sie die Geschicklichkeit?

Klettern und kleinere Wege über Land zurück legen können Plattbauchlibellen schon, bevor sie sich der Phase ihrer letzten Häutung nähern. Diese Libellenlarven sind keine großen Schwimmer, sie sehen eher aus wie Spinnen und kriechen die meiste Zeit versteckt durch den Schlamm. Hier lauern sie auf ihre Beute. Entfernt man Algen oder Pflanzenteile aus dem Wasser, hat man fast immer eine Plattbauchlarve dabei. Legt man sie dann neben den Teich, wandert sie so geschickt und zielstrebig wieder ins Wasser, dass man kaum zum Fotografieren kommt:

Plattbauch-Larve

Libellen haben kein Puppenstadium. Sie verändern sich nicht so radikal wie eine Raupe, die zum Schmetterling wird. Trotzdem dauert die letzte Häutung länger und ist deutlich mühsamer als die vorhergehenden. Aus der relativ kleinen Hülle schlüpft ein großes, fertiges Insekt mit beeindruckender Flügelspannweite. Die Flügel sind zunächst klein zusammen gelegt, ihre Adern werden erst langsam mit Luft gefüllt, so breiten sie sich zu ihrer endgültigen Größe aus, und am Ende müssen sie noch luftgetrocknet und gehärtet werden, bis die fertige Libelle endlich startklar ist.

Plattbauch Larvengröße

Der gesamte Vorgang kann bis zu 24 Stunden in Anspruch nehmen. In dieser Zeit ist die Libelle völlig wehrlos. Oft findet man am Morgen nur noch die Flügel. Die schmecken unserem Igel nicht. Der restliche Körper liefert gute Proteine. Und das ist der Grund, warum manche Libellenlarven den langen Kletterweg auf sich nehmen. Wahrscheinlich ist das Insekt in keiner Phase seines Lebens so verletzlich wie bei dieser letzen Häutung.

Es ist auch nicht so leicht, mit den neuen Gliedmaßen zurecht zu kommen. Selbst eine Libelle muss das Fliegen erst lernen. Das Exemplar vom Titelfoto, das sich in der rötlichen Morgensonne fotografieren hat lassen, tat sich mit dem Losfliegen schwer. Es landete nervös im Staub. Da daneben Spinnweben hingen, habe ich die Libelle auf den Zeigefinger genommen und in die Luft gehalten. Die Flügel schienen gerade. Manchmal entfalten sie sich nicht richtig und das Insekt ist dann flugunfähig. Aber diese Libelle hatte nichts. Mit dem nächsten Luftzug erhob sie sich und flog ganz gerade dahin. Am Apfelbaum vorbei gegen den Himmel. Ungefähr zehn Meter. Dort erblickte sie ein Vogel, ich denke, es war ein Spatz, aber gegen das Licht konnte ich es nicht genau sehen, er hielt im Flug inne, vollführte eine rasche Kurve und schnappte sich sein Opfer aus der Luft.

Ich stand nur ungläubig da und dachte mir: Hätte ich mich nur nicht eingemischt. Auf der anderen Seite: Es sind noch genug Larven im Teich und die Singvögel brauchen um diese Zeit auch reichlich Proteine.

Jungfern und andere Monster

libellen

An unserem Teich finden sich im Verlauf des Jahres gut zehn verschiedene Libellenarten ein, um ihre Eier abzulegen. Bis zum nächsten Jahr wachsen die Larven dann heran und schlüpfen ab Mai. Die einzelnen Arten unterscheiden sich in Größe und Form. Manche sind zierlich, andere plump, und im Gegensatz zu den anderen Insekten kann man bei den Libellen diese Form schon an den Larven erkennen. Allen gemeinsam ist aber ihre Gefräßigkeit. Vor allem im Spätfrühling, wenn sich das Wasser deutlich erwärmt, entwickeln sie einen regelrechten Heißhunger und auch das passende Bewegungstempo. Sie schwimmen den behebigen Kaulquappen hinterher, halten sie mit ihren Beinen fest und verspeisen sie zügig. Dass sie dabei auch sehr viele Nützlinge dezimieren, ist ärgerlich, aber man muss den Libellen für ihre gründliche Jagdtätigkeit dankbar sein, weil ihr auch die lästigen Gelsenlarven zum Opfer fallen.

Was bei allen Libellenarten besonders auffällt, ist die große Fantasie der Natur bei der Gestaltung des Fortpflanzungsrituals. Manche fliegen im Tandem und laichen gemeinsam ab. Andere wie zum Beispiel der auch bei uns häufige Plattbauch paaren sich im Flug über dem Wasser, dann laicht das Weibchen alleine ab und setzt anschließend das Paarungsritual fort. Vielfach spielt sich die Paarung auch abseits vom Gewässer ab, und nur die Weibchen alleine erscheinen am Teich. Das mag mit ein Grund sein, warum viele Libellenarten in ihrem Namen den Begriff Jungfer tragen.

Wasser für den Teich

teich_bewaesserung

Es heißt, dass ein Teich an einem heißen Sommertag bis zu drei Millimeter Wasserstand verlieren kann. Tatsächlich ist der Verlust durch Kapillareffekte und Pflanzen deutlich höher. Wenn wir den Pegel aus optischen Gründen halbwegs konstant halten wollen und außerdem davon ausgehen, dass es manchmal im Sommer zwei Wochen nicht regnet, müssen wir über den Daumen gerechnet eine Wassermenge von zirka zehn Zentimetern in Reserve halten. Wir benötigen also eine Zisterne, die pro zehn Quadratmeter Teichfläche einen Kubikmeter Wasser vorrätig hält.

In unserem Fall war die Teichfolie um drei Meter zu lang. Den übrig gebliebenen Streifen habe ich zu einem sechs mal sechs Meter großen Quadrat verklebt. Auch das ist ein Vorteil von Kautschukfolie: Sie lässt sich kleben wie ein Fahrradschlauch. Zusätzlich hatten wir einen geeigneten Platz für eine Zisterne, weil die Bretter einer alten Terrasse getauscht werden mussten und sich darunter leicht ein Loch von entsprechender Größe anlegen ließ. Bleibt die Frage, wie das Wasser wieder nach oben kommt. Eine entsprechende Elektropumpe hat schnell ein paar hundert Watt. Das verbraucht Strom und belastet die Umwelt. Eine klassische Schwengelpumpe ist ein guter Ersatz für kleinere Mengen. 200 Liter hat man in fünf bis zehn Minuten hochgepumpt. Aber für eine größere Menge braucht es dann doch wieder eine Elektropumpe. Diese lässt sich in Kombination mit einer Zeitschaltuhr auch für ein automatisches Bewässerungssystem einsetzen, und da liegt das nächste Problem. Wenn die Dürreperiode so weit fortgeschritten ist, dass man den Teich auffüllen sollte, haben wir mit dem gesammelten Regenwasser längst unsere Beete versorgt, denn im Zweifelsfall ist uns das Gemüse doch wichtiger als ein schön gefüllter Gartenteich.

Besser ist, man hat eine Randgestaltung, die auch bei geringerem Wasserstand noch optisch ansprechend ist. Hinzu kommt, dass in unseren Breiten zwei Drittel des Jahresniederschlags im Sommerhalbjahr fallen. Wenn man zusätzlich die Dachfläche nützt, füllt ein kräftiges Sommergewitter den Teich ohne Probleme wieder auf. In unserem Fall leitet die Regenrinne den Niederschlag von knapp hundert Quadratmetern Dachfläche in eine alte Badewanne, deren Abfluss den Teich über einen unterirdischen Schlauch mit Wasser versorgt. Die Badewanne hat auch noch einen funktionstüchtigen Stöpsel, so dass man eine Wannenfüllung als Reserve zurück halten kann. Meist ist sie allerdings leer, weil sich hier sehr schnell Stechmückenlarven ansiedeln.

Egal, ob man das Regenwasser in einer Zisterne speichert oder direkt in den Teich leitet, in beiden Fällen empfiehlt sich, die Dachrinne regelmäßig auf Blätter und organische Abfälle zu kontrollieren. Das ist eine zusätzliche Nährstoffquelle, die sich leicht vermeiden lässt.

Die Sache mit den Gelsen

Wenn ich von unserem Gartenteich erzähle, werde ich immer wieder gefragt, ob ich denn keine Bedenken hätte wegen der Gelsen. Es ist ein hartnäckiges Gerücht, dass ein Gartenteich in erster Linie eine Brutstätte für Gelsen ist. Genauso oft findet man in Büchern zum Thema die unrichtige Behauptung, dass in einem Teich keine Gelsen heranwachsen. Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen.

Selbstverständlich setzen im Laufe des Sommers zahlreiche Stechmücken in unserem Teich ihre Eier ab, und man findet auch immer wieder schwarze Mückenlarven. Diese stehen aber am unteren Ende der Nahrungskette, und in einem gut eingespielten Teich haben sie so gut wie nie eine Chance, sich zum fertigen Insekt zu verpuppen und so ans obere Ende der Nahrungskette zu gelangen. Insofern funktioniert der fertige Teich wie eine Gelsenfalle und trägt eher zu ihrer Minimierung bei.

Gelsen sind darauf spezialisiert, sich dort auszubreiten, wo ein Gebiet nicht ständig unter Wasser steht. Dann kann sich keine dauerhafte Population von Libellenlarven und ähnlichen Räubern bilden, die Mückenlarven sind unter sich und vermehren sich beängstigend rasch. Mit Vorliebe gedeihen sie zum Beispiel in Regentonnen. Diese gehören unbedingt gründlich abgedeckt oder alle drei bis vier Wochen komplett entleert.

Ein ähnlich günstiges Habitat ist leider ein frisch eingelassener Teich. Wenn man sich nicht bei seinen Nachbarn unbeliebt machen möchte, sollte man hier unbedingt Vorkehrungen treffen. Ein Präparat auf BTI-Basis (Bacillus thuringiensis israelensis) könnte hilfreich sein. Meiner Erfahrung nach schädigt dieses Bakterium wirklich nur die Mückenlarven, und man benötigt bloß eine kleine Menge in der Einlaufphase.