Jungfern und andere Monster

libellen

An unserem Teich finden sich im Verlauf des Jahres gut zehn verschiedene Libellenarten ein, um ihre Eier abzulegen. Bis zum nächsten Jahr wachsen die Larven dann heran und schlüpfen ab Mai. Die einzelnen Arten unterscheiden sich in Größe und Form. Manche sind zierlich, andere plump, und im Gegensatz zu den anderen Insekten kann man bei den Libellen diese Form schon an den Larven erkennen. Allen gemeinsam ist aber ihre Gefräßigkeit. Vor allem im Spätfrühling, wenn sich das Wasser deutlich erwärmt, entwickeln sie einen regelrechten Heißhunger und auch das passende Bewegungstempo. Sie schwimmen den behebigen Kaulquappen hinterher, halten sie mit ihren Beinen fest und verspeisen sie zügig. Dass sie dabei auch sehr viele Nützlinge dezimieren, ist ärgerlich, aber man muss den Libellen für ihre gründliche Jagdtätigkeit dankbar sein, weil ihr auch die lästigen Gelsenlarven zum Opfer fallen.

Was bei allen Libellenarten besonders auffällt, ist die große Fantasie der Natur bei der Gestaltung des Fortpflanzungsrituals. Manche fliegen im Tandem und laichen gemeinsam ab. Andere wie zum Beispiel der auch bei uns häufige Plattbauch paaren sich im Flug über dem Wasser, dann laicht das Weibchen alleine ab und setzt anschließend das Paarungsritual fort. Vielfach spielt sich die Paarung auch abseits vom Gewässer ab, und nur die Weibchen alleine erscheinen am Teich. Das mag mit ein Grund sein, warum viele Libellenarten in ihrem Namen den Begriff Jungfer tragen.

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