Kaisermantelpaarung

Der Kaisermantel ist ein Schmetterling, der mir nicht oft, aber dafür jedes Jahr im Garten begegnet, und so, wie es ausschaut, wird das auch nächstes Jahr so sein. Die beiden Falter, die mir letzte Woche vor die Nase geflogen sind, haben sich jedenfalls redlich bemüht, dass meine Freude an diesen Geschöpfen auch in Zukunft gewahrt bleibt.

Hätten die Tiere während der Paarung nicht so eine große Fluchtdistanz, wären sie mir gar nicht aufgefallen, aber da ich sie im Vorbeigehen aufgeschreckt habe, konnte ich sie gar nicht übersehen – zu groß und auffällig war dieses flatternde Tandem aus ineinander verhakten Faltern.

Das Weibchen ist mir am nächsten Tag noch einmal begegnet, als es sich auf dem Sonnenhut verköstigte. Zumindest nehme ich an, dass es dasselbe Exemplar war, denn allzu viele Kaisermäntel haben wir auch wieder nicht. Leider sind die Aufnahmen, wo das Männchen die Flügel öffnet, unscharf geworden. Aber das macht nichts, so bleibt mir eine Aufgabe für nächstes Jahr, wo ich dann ihre Nachkommen fotografieren werde. Da diese Schmetterlinge nur in einer Generation fliegen, sieht man hier quasi den Anfang der nächstjährigen Schmetterlingspopulation.

34 Kommentare zu „Kaisermantelpaarung

  1. Es gibt zwei Falterarten, die ich vor Jahren noch sehr häufig beobachten konnte . Dazu zählt der von dir sehr schön in Fotos festgehalten Kaisermantel und man staune der sonst so häufige Kleine Fuchs. Dagegen sind die Bestände von Admiral , Tagpfauenauge und Zitronenfalter recht häufig zu beobachten.

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    1. Es hängt stark von der Witterung ab, was man zu sehen bekommt. Nach dem kalten Winter war im ebenso kalten Frühjahr bei uns alles voll mit Zitronenfaltern. Es gibt oft so einen Falter, der eine gewisse Zeit dominiert. Viel kann man auch bewirken, indem man einen Teil der Wiese stehen lässt. Das hat bei uns geholfen, aber in Summe werden die Schmetterlinge leider weniger.

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  2. Ich gestallte meinen Garten sehr insektenfreundlich und denoch ist der kleine Fuchs schon seit Jahren bis auf ganz minimale Bestände geschrumpft. Auch jetzt in meinem Urlaub konnte ich in den naturnahen Regionen von Nordholland kaum diese Falterart sichten . Wobei sonst die Bestände sehr gut waren ich werde noch darüber ausführlich berichten.

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    1. Interessant. Der Kleine Fuchs ist bei uns schon länger kein häufiger Falter mehr, denke ich. Meine Fotosammlung sagt, ich habe dieses Jahr noch gar keinen fotografiert. Letztes Jahr und im Jahr davor sind welche vorbei gekommen.

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      1. vor zwei Jahren haben wir die häufig in Dänemark beobachten können, hier dagegen kaum noch. Vielleicht hängt das auch mit klimatischen Veränderungen zusammen. Dagegen haben wir jetzt hier schon den Segelfalter gesehen, den ich nur aus dem Süden kannte.

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      2. Segelfalter kommen bei uns recht zuverlässig jedes Jahr vorbei. Sie sind nicht häufig, bleiben aber konstant.
        Ich glaube, der markanteste Unterschied zu früher ist, dass es so richtige Allerweltsarten nicht mehr gibt. Selbst solche, die als massive Schädlinge gegolten haben, treten nicht mehr in Massen auf.

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  3. Tolle Fotos.
    Kaisermantel sehe ich hier eher selten, allerdings etwas weiter drin in den Bergen an den Bachläufen öfter mal.
    Subjektiv habe ich den Eindruck, dass bei uns im Großraum München nur die Bestände von Tagpfauenauge, Zitronenfaltern, C-Faltern und Weißlingen stabil sind, letztere sogar zugenommen haben, was aber auch an der üppigen Lavendelblüte in unserem Garten in diesem Jahr liegen kann.
    Spannend sind die draußen in den Heiden mittlerweile wieder häufigeren Bläulinge und Schachbrettfalter, aber auch Landkärtchen und auch ein Hufeisenklee-Widderchen habe ich dieses Jahr entdeckt.
    Die Fotografie bringt es mit sich, dass ich mich plötzlich für diese Tiere interessiere, die mir bisher eher uninteressant vorkamen. Aber da ich wissen will, was ich da geknipst habe, mach ich mich jetzt immer mehr schlau.
    Was dafür spricht, noch viel mehr Tiere und Wildpflanzen vor die Linse zu holen.

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    1. Danke. Ja, es gibt noch diese weit verbreiteten Falter wie Admiral, Tagpfauenauge und Zitronenfalter. Dann kommen auch bei mir jedes Jahr Neuentdeckungen dazu. Die sind vorher auch schon dagewesen, nur muss man erst das Auge dafür entwickeln.
      Dieses Jahr habe ich Glück gehabt und mehrere Paarungen gesehen, bei den Kaisermantel auch mit Fotos.
      Mit geeigneten Blühpflanzen und Raupenfutterpflanzen kann man viele Falter in den Garten locken und auch ein bisschen helfen, dass sie erhalten bleiben. Besser ist aber sicher, wir lassen einen Teil der Landschaft intakt und machen nicht aus allem Siedlungsgebiet. Schön, wenn es bei euch noch Heide gibt, anderswo ist das leider längst Stadterweiterungsgebiet.

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      1. Grazie! Anche a te una buona giornata! Il ramarro ho gia visto ieri – un po con invidia. Nel nostro giardinio abbiamo solo biscia dal collare e orbettino. Ma io amo rettili.

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  4. Schön anzusehen und eine erfreulicher Blick in die hoffentlich auch gelingende Zukunftsplanung.
    Kaisermäntel sehe ich bei uns nie, aber der frühe August brachte mehr Falterarten als der des vorigen Jahres, und es gab sogar wieder ab und zu einen kleinen Fuchs.

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    1. Ja, es ist jedes Jahr anders, je nachdem, wie das Wetter ist. Aber der Kaisermantel ist ein regelmäßiger Gast. Immer um die gleiche Zeit flattern vereinzelte Weibchen durch den Garten. Ansonsten bin ich dieses Jahr mit den Schmetterlingen ganz zufrieden.

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  5. Sehr schöne Fotos! Sind das auf dem ersten Bild die obligatorischen Wanzen, die man dieses Jahr so viel sieht ;-)? Ich bin mir nicht sicher, ob ich den Kaisermantel vor einigen Jahren mal in einem Wald hier in der Nähe sah oder gibt es noch ähnliche Falter? Kleine Füchse sehe ich seit meiner Kindheit so gut wie gar nicht mehr, jedenfalls nicht hier. Dafür ab und an mal was anderes, wie einen Feuerfalter, Bläulinge, C-Falter, Waldbrettspiel. Weißlinge ohne Ende. Immerhin sah ich dieses Jahr mal wieder ein paar Pfauenaugen, die die letzten Jahre hier sehr mau waren. Es wird noch interessant zu sehen, welche Arten bei der zunehmenden Erwärmung in nördlichere Gefilde abwandern. Schön, daß du so einen naturnahen Garten hast! Ein kleines Refugium.

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    1. Danke! Sehr aufmerksam, dass du die Wanzen gesehen hast. Ich hatte nur Augen für die Schmetterlinge. Jetzt weiß ich auch wieder, wo sie da gesessen sind. Da steht eine Gruppe von Sonnenblumen, und auf der ersten, nur auf einer, sitzen immer mehrere Wanzen, die sich hier eingeschlichen und ohne mich zu fragen auf dem Foto verewigt haben. 😉
      Der Kaisermantel ist der größte der Perlmuttfalter und deshalb relativ leicht sogar für mich zu identifizieren. Mit den anderen tut man sich schwerer, schauen auch recht ähnlich aus.
      Die anderen von dir erwähnten Falter haben wir auch regelmäßig, aber wirklich zahlreich sind halt nur die Kohlweißlinge, die Zitronenfalter und – seit die Sommer trockener werden – das Große Ochsenauge.

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      1. Haha, ohne Erlaubnis. Wanzen interessiert das ja so gar nicht, stelle ich auch immer wieder fest 😉
        Ja, an Faltern sind es fast nur noch die üblichen Verdächtigen, was traurig ist. Umso mehr freut man sich über alles, was außer der Reihe ist.

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  6. Schön beobachtet!
    Der Sonnenhut hat aber auch viel zu bieten, da kann so manches Insekt nicht widerstehen, denke ich.
    Der Kaisermantel war hier letztes Jahr öfters anzutreffen, gern auf Doldengewächsen am Waldweg.
    Der kleine Fuchs ist wohl der häufigste Falter hier. Egal ob im Tal oder auf unserem Hausberg, sie sitzen oft auf dem Weg.

    …grüßt Syntaxia

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    1. Danke. Ja, auf das zuckrige Blumenzeug wie den Sonnenhut fahren die Schmetterlinge ab. Irgendwie witzig, dass sie für die Raupen dann die traditionellen Futterpflanzen suchen. Selber die Neophyten naschen, aber der Nachwuchs bekommt die gesunde Kost.
      Schön, dass bei euch der Kleine Fuchs so häufig ist. Die sehe ich hier nicht oft.
      Liebe Grüße, Richard

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