Synchronschwimmen

Der Gemeine Furchenschwimmer heißt wahrscheinlich gemein, weil er einem die meiste Zeit den Hintern entgegenhält und sofort abtaucht, wenn man sich ihm mit der Kamera nähert.

Den Hintern aus dem Wasser strecken kann er auch paarweise, wie man sieht. Die Männchen haben dafür an den Beinen eigene Saugnäpfe, mit denen sie sich an den Weibchen festhalten. Diese Form des Synchronschwimmens scheinen sie öfter zu praktizieren, denn ihre Zahl hat in unserem Gartenteich in den letzten Jahren stetig zugenommen.

Die erwachsenen Käfer überwintern unter Wasser und sind dadurch im Frühjahr sehr schnell aktiv. Mit den borstenbesetzten Hinterbeinen können sie geschickt schwimmen und ihrer Beute nachsetzen. Auch die Larven leben im Wasser und ernähren sich fleischlich. Ein Teich ist aber auch die Brutstätte für Kleinstlebewesen schlechthin. Dementsprechend viele Prädatoren gibt es im Wasser.

Fotografieren lassen sich die Gemeinen Furchenschwimmer am leichtesten im Sommer, wenn auch die Temperaturen des Wassers über ein erträgliches Maß hinaus steigen. Dann treiben sie nur noch geschlaucht an der Oberfläche und sind zu faul, um abzutauchen. Das folgende Bild ist vom August, die anderen sind aktuell.

Furchenschwimmer

12 Kommentare zu „Synchronschwimmen

    1. Zugegeben, es gibt gemeinere, wie z.B. die Stechmücke. Und wenn er mich nicht beim Fotografieren so oft geärgert hätte, müsste eigentlich gelten, der Feind meines Feindes ist mein Freund. Der Furchenschwimmer frisst Mückenlarven, und eigentlich schaut er ja ganz lieb.

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      1. Vermutlich ist das im Tierreich mit mehr als vier Beinen tatsächlich nicht so verlässlich, wenn man Insektendarstellungen in Kinderbüchern anschaut, aber trotzdem möglich. Da werden aber meist die Gesichter umgestaltet.

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  1. Gemein heißt in diesem Fall allgemein. (Besserwissermodus ein/aus) Gemein sind also immer häufige oder weit verbreitete Arten, während die etwas selteneren Spezies dann richtige Namen bekommen. Gemeinerweise, sind manche der gemeinen inzwischen eher selten.

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  2. Fantastisch, auch die feine Zeichnung.
    Hat er nun 6 Beine oder nicht, das frage ich mich?! Wie ist er in der Evolutionsgeschichte einzuordnen?

    Noch etwas: Es gibt die Aussage, daß Insekten den Erdraum und den Luftraum bewohnen, aber das Wasser (in der Tiefe)nicht. Dieses Insekt gehört somit zu einer Randgruppe.

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    1. Natürlich hat er als Käfer sechs Beine, aber im Wasser sieht man meist nur die großen zwei, mit denen er schwimmt.

      Mag sein, dass es im Wasser ab einer Gewissen Tiefe keine Insekten mehr gibt, im Teich wuselt es aber nur so vor bizarren Insekten, und ich entdecke immer noch neue Arten. Es gibt solche, die als Larve im Wasser leben, und sich dann als erwachsenes Insekt über die Luft ausbreiten wie die Libellen, die Eintagsfliegen und die Stechmücken. Und es gibt die, die als Imago ins Wasser zurückkehren wie der Furchenschwimmer, der sich über Wasser verpuppt und auch fliegen kann. Die Wanzen wie Rückenschwimmer oder die Wassernadel, Foto kommt im nächsten Beitrag, kriegen bei der letzten Häutung Flügel und können dann ebenfalls durch die Luft das Gewässer wechseln.

      Insekten, die nur im Wasser leben, finde ich im Teich nicht. Wie sollten sie auch einwandern. Ansonsten sind sie aber auch im Wasser die mit den meisten Arten.

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