Frisches Grün

Das Pfaffenhütchen ist, wie man in der Wikipedia nachlesen kann, in allen Teilen giftig. Die Pflanze hat sich so durch den Selektionsdruck an ihre Fressfeinde angepasst und kann es sich deshalb leisten, schon sehr früh im Jahr grüne Knospen zu bilden, wenn frische Vitamine nach der eintönigen Winterkost eine begehrte Abwechslung darstellen. Diese Strategie wird spätestens dann von durchschlagendem Erfolg gekrönt sein, wenn die Blaumeise ihrerseits auf ihrem Entwicklungsweg so weit fortgeschritten ist, das sie Wikipedia-Einträge lesen kann. Bis dahin kann man nur sagen: Die Evolution ist auch nicht mehr das, was sie einmal war.

12 Kommentare zu „Frisches Grün

    1. Ich vermute umgekehrt: Die dürfen. Vieles, was für uns giftig, macht Vögeln nichts aus, weil bei ihnen die Nahrung nicht so lange im Darm bleibt. Auch das ist Selektion: Die Pflanzen suchen sich aus, wer ihre Früchte fressen und somit die Samen verteilen darf.

      Gefällt 3 Personen

  1. Die Natur ist einfach unübertroffen!
    Alles stimmt mit allem überein. Wenn bloß die blöde Art Mensch nicht alles besser wissen und alles kaputt machen würde.
    Hübsche Bilder hast du gemacht!
    Bei mir fressen die Gimpel Nachbars Süßkirschen Blüten, aber er lässt den Riesen Baum sowieso den Vögeln. Super das!

    Gefällt 1 Person

    1. Der Schaden ist für den Baum sicher verschmerzbar. Dem Pfaffenhütchen hat dann in der Nahbetrachtung an den Knospen auch kaum was gefehlt, obwohl die Vögel mehrmals daran geknabbert haben. Am Ende stimmt in der Natur schon alles mit allem überein, wie du sagst.

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