Wissen, was war

Der Blick auf die ursprüngliche Natur ist uns heute in vielfacher Hinsicht verstellt. Ob dort, wo heute ein Maisfeld ist, früher ein Moor, eine Wiese oder ein Auwald war, lässt sich kaum feststellen. Und auch wenn es nicht die Intention eines Gartens sein kann, die ursprüngliche Landschaft genau nachzubilden, so hilft es doch, ungefähr zu wissen, was einmal war.

Manchmal geben Ortsnamen einen Hinweis. Ein Ort in unserer Nähe heißt auf slowenisch Suha, was trocken bedeutet. Der Ort daneben, ein paar Meter tiefer gelegen, heißt Moos – früher ein Synonym für Moor. In einer Gegend, wo die Orte solche Namen tragen, wird früher Wasser viel stärker das bestimmende Element gewesen sein. Die feuchten Wiesen und Teiche wurden zurückgedrängt, aber man kann davon ausgehen, dass Reste dieser Welt noch vorhanden sind, und mehr als anderswo könnte sich die Anlage eines Teiches lohnen.

Um zu verhindern, dass man beim Gärtnern die Natur gegen den Strich kehrt, lohnt sich jedenfalls ein Blick auf die alten Orts- und Landschaftsnamen.

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