Taubenschwänzchen beim Tanken

Taubenschwänzchen

Es heißt, dass man bei manchen Sportwagen den Motor an der Tankstelle schon alleine deshalb abstellen muss, weil sonst der Tank nie voll wird. Das Taubenschwänzchen hat ein ähnliches Problem, nur stellt es bei der Nahrungsaufnahme den Motor eben nicht ab. Sein Schwirrflug ist so energieaufwändig, dass der kleine Wanderfalter je nach Pflanzensorte pro Tag zwischen 500 und 5000 Blüten besuchen muss, um seinen Nektarbedarf von 0,5 Milliliter zu decken.

Hat das Taubenschwänzchen einmal eine geeignete Nahrungsquelle entdeckt, grast es unermüdlich alle Blüten ab, wie zum Beispiel bei unseren Bartnelken, wo die Falter zur Zeit oft stundenlang herumschwirren. Später im Sommer finde ich sie dann vor allem am Phlox. Bezüglich der Nektarpflanzen sind die Taubenschwänzchen aber nicht wählerisch, Hauptsache die Blütenkelche sind lang und eng, um Nahrungskonkurrenz auszuschließen. Ihren an diese Pflanzenform perfekt angepassten Rüssel rollen sie beim Flug immer wieder ein und erst kurz vor der Blüte wieder aus, wie man auf einem der Fotos gut erkennen kann.