Zurück ins Wasser

Große Königslibelle Weibchen

Mit den Libellen hat die Evolution eine Konstruktion hervorgebracht, die perfekt an die Lebensräume Wasser und Luft angepasst ist. Die Larve bejagt unsere Tümpel, in denen ein Überangebot an Nahrung besteht. Anschließend klettert sie empor, häutet sich noch einmal und erobert als fertiges Insekt den Luftraum, um so andere Gewässer erreichen zu können.

Je nach Art ist die Strategie bei der Eiablage unterschiedlich. Das Plattbauchweibchen wirft die Eier einfach ins Wasser, die Große Heidelibelle tut das im Tandemflug gemeinsam mit dem Männchen und viele Arten wie die Blaugrüne Mosaikjungfer platzieren den Laich gar nicht im Gewässer sondern oberhalb. Erst die frisch geschlüpfte Larve lässt sich dann ins Wasser fallen.

Die Große Königslibelle hingegen macht sich die Mühe, ihre Eier unter Wasser in Pflanzenteile zu stechen. Dabei tastet sie mit dem Hinterleib gewissenhaft nach einer geeigneten Stelle. Notfalls taucht sie auch tief unter, bis nur noch der Brustabschnitt, Kopf und Flügel herausragen.

Die Männchen findet man an unserem Teich nur selten. Nach der Paarung, die meist abseits in einem Gebüsch stattfindet, bleibt der Ablaichvorgang den Weibchen überlassen. Auch ein Revierverhalten wie zum Beispiel beim Plattbauch, wo die Männchen tagelang „ihren“ Teich gegen Konkurrenten verteidigen, kann ich bei der Großen Königslibelle kaum beobachten. Während man die Weibchen relativ leicht fotografieren kann, kriegt man die Männchen eher selten aufs Bild.