Noch mehr Schmetterlinge

Die Zusammensetzung der Schmetterlinge im Garten ist jedes Jahr anders. Den Kohlweißlingen, die normalerweise immer in kleinen Gruppen herumflattern, muss man dieses Jahr für ein Foto regelrecht hinterherlaufen.

Dafür sehe ich jeden Tag mehrere Landkärtchen. Dieser Falter ist bei uns zwar jedes Jahr zu Gast, aber selten sieht man zwei auf einmal wie die folgenden Exemplare auf den Blüten des Oregano. Deutlich erkennbar sind die unterschiedlich eingerissenen Flügel, die zeigen, dass es wirklich zwei verschiedene Individuen sind.

Schmetterlinge sind selten unversehrt. Dem Wachtelweizen-Scheckenfalter auf dem nächsten Bild fehlen nicht nur Teile der Flügel sondern auch ein Fühler. Wie der übliche Gewitterschaden sieht das nicht aus. Entweder hat ihn ein Rasenmäher erwischt, oder er ist nur knapp einem Fressfeind entkommen. Auch sein Kollege hat eine kleine Macke im rechten Hinterflügel.

Der Zitronenfalter macht in heißen Sommern oft eine Ruhepause. Dann verschwindet er für einige Zeit von der Bildfläche. Dieses Jahr ist das anders, und man sieht immer wieder Exemplare durch den Garten flattern. Das Männchen auf den folgenden Fotos verköstigt sich an den Blüten des Natternkopfs.

Im Schatten der Kornelkirsche konnte ich diese Woche auch eine Schornsteinfegerpaarung beobachten. Das Wort habe ich vor dem Beitrag gegoogelt, um sicher zu gehen, dass die Suchmaschine es richtig versteht. Sonst hätte ich für diesen Falter sicherheitshalber die alternative Bezeichnung Brauner Waldvogel verwendet. Schornsteinfeger heißt er wegen der ringförmigen Flecken, die an die Knöpfe der Berufskleidung erinnern.

Das Highlight der Woche war aber der nächste Kerl, der bei einem missglückten Landeversuch nass wurde und sich anschließend auf einem Seerosenblatt trocknete, bevor er wieder weiterflog. Das ist ein Weißer Waldportier, wenn mich nicht alles täuscht. Dieser relativ große Falter gilt in manchen Regionen als ausgestorben. Es ist immer wieder überraschend, was im Garten so alles vorbei flattert.

17 Kommentare zu „Noch mehr Schmetterlinge

    1. Danke! Auch bei uns ist nicht alles positiv. Von Allerweltsarten wie dem Admiral und dem Tagpfauenauge habe ich noch vor zehn Jahren im Herbst 15 bis 20 Stück auf einmal unter dem Zwetschkenbaum oder an den Herbstastern gezählt. Das ist lange vorbei. Es ändert sich eindeutig was. Für viele Arten ist das negativ, aber manche profitieren. Vom Großen Ochsenauge, dem Schornsteinfeger oder dem Scheckenfalter sehe ich mehr Exemplare als früher.

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    1. Da ist auch einer – der Waldportier am Schluss – dabei, den ich selber zum ersten Mal gesehen habe. Die anderen sind eher weit verbreitet, aber es gibt halt auch sehr viele verschiedene Schmetterlinge. 😉 Man wird da nie fertig.

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  1. Ich liebe es total, wenn man im Garten sitzt und Schmetterlinge um einen herumfliegen. Die letzten Jahre hatten wir immer viele Zitronenfalter, aber ich muss sagen, dass mir dieses Jahr ebenfalls aufgefallen ist, dass es eher eine Seltenheit ist einen Schmetterling zu sehen. Liegt vielleicht auch an unserer Katze, die gerne Insektenjagd betreibt 🙂

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    1. Ich habe festgestellt, dass es jedes Jahr anders ist. Man kann es ein bisschen steuern, indem man die nötigen Raupenfutterpflanzen ansetzt. Unser Faulbaum ist mittlerweile groß genug, und das lockt mehr Zitronenfalter in den Garten, kommt mir vor. Viel hängt aber auch davon ab, was rundum passiert. Was der Nachbar nebenan tut, kann Einfluss haben. Nur das mit der Katze glaube ich weniger. Wir haben auch oft streunende Katzen im Garten, und manche von denen jagen Schmetterlinge, aber kriegen tun sie nur wenige. Da sind die Meisen und Spatzen schon viel fleißiger, wenn sie ihre Jungen mit Raupen füttern. 😉

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