Schneckenwege

Wegschnecke

Wo eine Schnecke ist, ist bekanntlich auch ein Weg, vor allem, wenn es sich um eine Wegschnecke handelt.

In den letzten Wochen hat es in Südkärnten fast jeden Tag geregnet. Am Vormittag löste sich der Nebel, zu Mittag gab es feinstes Badewetter, am Nachmittag kamen die Gewitter, dann schien wieder die Sonne, und in der Nacht regnete es durch. Ein Sommer wie damals. Und bestes Schneckenwetter.

Wer jetzt noch Gemüse nachsäen möchte, muss es schützen. Ich habe dafür selbstgebaute Körbe aus Drahtgitter, die ich über die Setzlinge stülpe. Das sieht dann so aus:

Nacktschnecken sind offensichtlich die Barbapapas unter den Weichtieren. Ein lautloses „Ra-Ru-Rick Barbatrick“, dann Augen zu und durch. Die fettesten Wegschnecken haben keine Probleme, sich durch winzige Löcher zu zwängen.

Auf meine Drahtgitterkörbe scheinen sie bereits konditioniert zu sein. Eine andere Motiviation für diesen Verwandlungstrick war zumindest weit und breit nicht mehr zu sehen, denn um die Setzlinge hatte sich zuvor schon eine Kollegin gekümmert.