24 Köpfe in einer Wanne

Die lästigen Wegschnecken nehmen in unseren Gärten unter anderem auch deshalb überhand, weil wir ihnen ideale Bedingungen liefern: Wir lockern ihnen die Erde auf, damit sie leichter ablaichen können, und wir füttern sie, wo wir nur können.

24_koepfeDen Zugang zu schmackhafter Nahrung kann man ihnen erschweren, indem man Salat und andere empfindliche Pflanzen in geschützten Hochbeeten anbaut. Der Kauf eines handelsüblichen Hochbeets amortisiert sich meist erst in einer der übernächsten Generationen, deshalb empfiehlt sich, dafür einen alten Bottich oder ein großes Gefäß zu verwenden, das sonst im Sperrmüll landen würde.

Unsere alte Standbadewanne war in mehrerlei Hinsicht praktisch. Der überstehende Rand ist für die Schnecken eine zusätzliche Kletterbarriere, und ein geeigneter Abfluss zur Vermeidung von Staunässe ist auch vorhanden. Diesen schützt man gegen Wühlmäuse mit einem Gitterrest. Anschließend schlichtet man ein paar große Steine hinein, um eine kleine Drainage zu schaffen. Auf diese kommen klein geschnittene Äste und eine Schicht Laub oder Rasenmulch. Diese Unterlage deckt man mit einer Mischung aus Erde und Kompost ab.

Im Laufe des Jahres sinkt die Füllung etwas ein. Die Differenz füllt man vor der nächsten Saison wieder mit Komposterde auf. Hochbeete stehen meist etwas exponiert, das heißt, sie sind im Winter verstärkt dem Frost ausgesetzt. Für Wintersalate eignen sie sich also weniger. Diese kann man beruhigt in normalen Beeten ziehen, weil die Schnecken im Winter keine Gefahr darstellen.

Das Foto ist übrigens vom letzten Jahr. So schön in Reih und Glied steht der Salat heute nicht mehr. Die setze ich mittlerweile gestaffelt. Wer will schon haben, dass 24 Salatköpfe gleichzeitig reifen.

Schneckenfrost

Wir schreiben den 24. März, über Nacht hat es wieder gefroren, auf dem Teich liegt eine dicke Eisschicht und der Boden ist immer noch pickelhart. Das geht jetzt seit Ende Oktober so. Dieser Winter war ungewöhnlich lang, schneereiche und vergleichsweise kalt.

Im Frühjahr zählt diese Witterung nicht zu den großen Freuden des Gärtners. Dabei nimmt sie uns eines der lästigsten Probleme ab. Speziell für die gefräßigen Wegschnecken sind Winter, in denen der Boden tief und lang gefroren ist, oft tödlich. Und der Effekt hält meist ein Jahr.

Wir können das Wetter nicht beeinflussen, aber wir können uns darauf einstellen. In einem Frühling wie diesem muss man nicht jede empfindliche Pflanze im Topf vorziehen, und man kann wagen, die eine oder andere Reihe Salat am Boden und nicht im Hochbeet anzusetzen.