Der Wiener Prater ist nicht nur ein sehr großer Park mitten im Stadtgebiet, sondern auch ein naturbelassener Auwaldrest, wo Altarme der begradigten Donau noch als stehende Gewässer verblieben sind. In diesem Landschaftsschutzgebiet dürfen die Biber ungestört Bäume fällen, und das Totholz bleibt dann auch flächendeckend liegen.
Es gibt hier fast ausschließlich Laubwald, was in der Winterzeit etwas kahl wirkt. Dafür sieht man ohne Blattwerk weiter und hat Chancen, einen der zahlreichen Spechte zu erblicken, die in den zerfallenden Baumresten nach Nahrung suchen.
Der Schwarzspecht ist eine beeindruckende Erscheinung. Von der Größe her hätte ich ihn fast für eine Krähe gehalten, aber die typischen Bewegungen verraten dann doch den Specht. Der Vogel werkt die meiste Zeit am Boden herum, um zwischen splitterndem Holz nach Insekten zu suchen. Nur manchmal begibt er sich in die Baumkronen, und so bin ich dann bei leichtem Regen und schlechtem Licht doch noch zu halbwegs vernünftigen Fotos gekommen.




